Gesundheitsregeln für die Sauna – was gilt bei Schwangerschaft, Corona oder Erkältung?

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Ein Saunabesuch ist gut für die Gesundheit, es regt die Durchblutung an, kräftigt das Immunsystem und verlängert sogar nachweislich die Lebenserwartung. Kann man aber auch in die Sauna, wenn man schwanger ist? Oder eine Erkältung hat? Und was gilt in Zeiten von Corona? Wir klären Sie über die wichtigsten Saunaregeln auf.

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Einfach gesund schwitzen

Mehrere Studien haben die gesundheitsfördernden Aspekte der Sauna bestätigt: Regelmäßige Saunagänge stärken das Immunsystem, wirken sich positiv auf die Haut und Lebenserwartung aus und können das Risiko von Gefäßerkrankungen verringern. Hinzu kommt die wohlige Entspannung, die nur ein Saunabesuch erzeugen kann. Diese Stressreduktion hat ebenfalls einen positiven Einfluss auf den Körper, sogar das Demenzrisiko soll dadurch um bis zu 66% gesenkt werden. Um die positiven Aspekte des Saunierens bestmöglich nutzen können, sollten Sie folgende Regeln beachten:

Die goldenen Regeln für ein gesundes Saunaerlebnis

  • Nicht mit vollem oder leerem Bauch in die Sauna: Ein reichhaltiges Essen vor dem Saunagang belastet den Kreislauf unnötig. Aber auch ein leerer Magen ist nicht gesund. Durch die Belastung des Kreislaufs kann ein leerer Bauch zu einem Kreislaufkollaps führen. Leichte Kost wie Obst und Joghurt oder ein belegtes Brot, sorgen für ein angenehmes Saunaerlebnis.
  • Viel trinken: Wer sauniert, verliert durch das Schwitzen viel Flüssigkeit. Um dies wieder auszugleichen, sollte viel stilles Wasser getrunken werden.
  • Zeit nehmen: Zwischen zwei Terminen einen Saunagang einzuschieben, führt nicht zu ausreichender Entspannung. Für den Saunagang sollte man sich Zeit nehmen und diesen in Ruhe genießen.
  • Vor der Sauna unbedingt duschen: Durch das Duschen werden neben Schmutz und Schweiß auch Kosmetika entfernt, die sonst durch das vermehrte Schwitzen zu Hautirritationen führen können.
  • Nicht zu viele Saunagänge: Experten empfehlen nicht mehr als drei Saunagänge pro Besuch zu machen. Mehr als drei haben keinen gesundheitlichen Nutzen.
  • Die Dauer des Saunagangs: Kurz und intensiv! Ein Saunagang sollte zwischen 8 und 15 Minuten andauern. Oben ist es heißer, auf den unteren Bänken etwas kühler. Ruckartige Bewegungen vermeiden und auch mal die Position wechseln.
  • Benimmregeln gelten auch in der Sauna: Beim Betreten der Sauna, sollte ein kurzer Gruß in die Runde erfolgen, der freie Platz sollte mit ca. einen halben Meter Abstand zum nächsten Gast gewählt werden. Lassen Sie die Saunatür nicht länger als unnötig auf und vermeiden Sie es, während eines Aufgusses die Sauna zu betreten oder zu verlassen.

Sauna in der Schwangerschaft

Welche Regeln gelten in der Schwangerschaft? Hier gehen die internationalen Meinungen auseinander: in Skandinavien ist das Saunieren auch während der Schwangerschaft üblich und sogar erwünscht. In den USA wird wegen der Hygiene von der Sauna abgeraten. In Deutschland empfehlen sowohl Hebammen wie auch Frauenärzte den Saunabesuch für Schwangere. Voraussetzung ist hierbei eine unkomplizierte Schwangerschaft. Vor allem Frauen, die bereits vor der Schwangerschaft regelmäßig saunieren waren, können ihre Saunagänge bis kurz vor der Geburt weiter fortsetzen.

Neben all den oben genannten Vorteilen, profitieren Schwangere im besonderen Maße von einem Saunagang: Beim Schwitzen verliert der Körper vermehrt Flüssigkeit – das beugt Wassereinlagerungen im Gewebe vor beziehungsweise mildert Wassereinlagerungen ab.
Die Muskulatur wird gelockert, auch im Becken. Dies kann die Geburt erleichtern.

Und auch die Psyche entspannt sich, der Körper schüttet vermehrt Endorphine aus, die Glückshormone wirken sich positiv auf die Stimmung aus, was der Schwangerschaft ebenfalls nur förderlich ist.

Ein erstmaliges Saunen während der Schwangerschaft sollte hingegen mit Vorsicht und Gefühl angegangen werden. Die ersten drei Monate sollte auf das Saunen besser verzichtet werden, ab der 12. Woche hat sich der Körper an die Schwangerschaft und Hormonumstellung gewöhnt und stabilisiert und es spricht nichts gegen den ersten Saunagang. Es empfiehlt sich, sich vorher über den richtigen Sauna-Ablauf zu informieren und im Vorfelde mit dem Gynäkologen zu beraten.

Mit Erkältung in die Sauna?

Der Hals kratzt, die Nase läuft – eine Erkältung bahnt sich an. Da klingt es zu schön, könnte man den Körper einfach aufheizen und die Erreger rausschwitzen und so die Erkältung loswerden.

Doch hier raten die Ärzte ganz klar ab. Die Hitze belastet den Körper, der durch die Erkältung geschwächt ist, noch mehr als ohnehin und die positive Wirkung des Saunens wandelt sich hier ins Gegenteilige um: Durch die erhöhte Körpertemperatur können Erreger richtig in Fahrt kommen und die Erkältung verschlimmert sich nach dem Saunagang. Es ist ein Irrglaube, dass eine kurzfristig erhöhte Körpertemperatur und Schwitzen den gleichen Effekt hätte wie die Abwehrreaktion des Körpers, nämlich Fieber. Ohnehin gilt: Mit Fieber und schweren Erkältungssymptomen sollte man im Bett bleiben und körperliche Belastungen generell vermeiden.

Ist man jedoch quasi ein Finne und somit ein geübter Saunagänger, kann man mit leichten Erkältungssymptomen wie Halskratzen und einfachem Schnupfen in die Sauna gehen. Zu hohe Temperaturen und trockene Luft sollten hierbei vermieden werden. Der Körper sollte langsam abgekühlt werden und maximal 2 Durchgänge durchgeführt werden. Im Vordergrund sollte das eigentliche Ziel stehen: Den Körper zu heilen und nicht zu beanspruchen.

Zur Erkältungsprophylaxe hingegen ist die Sauna hervorragend geeignet, wissenschaftliche Untersuchungen bestätigen, dass das regelmäßige Saunabaden das Immunsystem stärkt und grippale Infekte seltener auftreten sowie leichter verlaufen.

Corona und Sauna

Gesundheitsexperten schätzen das Risiko einer Corona-Infektion in der Sauna als gering ein. Untersuchungen haben gezeigt, dass das Virus bei 60 Grad deaktiviert wird. Hinzu kommt, dass die Luft in Saunakammern rund 6 x pro Stunde ausgetauscht wird, die Sauna also gut belüftet wird und die Frischluft die Keimlast in der Saunaluft erheblich ausdünnt. Wer ganz sicher gehen möchte, kann sich an folgende Empfehlung halten: Je niedriger die Saunatemperaturen, desto größer sollte der Abstand zur nächsten Person sein und die Verweildauer kurz gehalten werden.

Fazit

Sauna ist gesund und gut für Kreislauf, Haut und Abwehrkräfte. Die anregende Wirkung auf den Organismus und die Entspannung für die Psyche, führt zu einer höheren Lebenserwartung – bei mindestens 2 Saunagängen pro Woche. Auch mit leichten Erkältungssymptomen oder in der Schwangerschaft kann ein Saunabesuch wirksam sein, vorausgesetzt man ist ein geübter Saunagänger.

Wenn das nicht genug Gründe sind, sich endlich den Traum von einer eigenen Sauna zu erfüllen – wir sind Ihre Experten für den Schwimmbad- und Saunabau und beraten Sie gerne zu Ihren Möglichkeiten. Ihr Wassermüller wünscht Terveisiä saunasta – Grüße aus der Sauna!


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